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Unsere ONLINE-UMFRAGE zum Thema ALL IN GEHEN    

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ALL IN GEHEN IM N.L. TEXAS HOLD' EM


Was ist ein "ALL-IN"?
Die Bezeichnung All-In im Poker beschreibt einen Zustand, in dem ein Spieler alle seine Chips in den gegenwärtigen Pot investiert. Er bindet sich somit an seine derzeitige Hand und kann keinen Einfluss mehr auf den weiteren Spielverlauf nehmen. Die Pokervariante No Limit Texas Hold'em eignet sich am besten zum All-In gehen, da dort (wie der Name schon sagt) kein Limit gesetzt ist und ein All-In, jederzeit, unabhängig von Blind- und Potgröße, ausgeführt werden kann.

Wozu ALL-IN gehen?     
Das All-In ist ein Mittel, was einem Spieler zur Verfügung steht, um das Maximale aus seiner Hand auszuschöpfen. Wenn der Spieler weiß, dass er die Hand gewinnen wird, ist ein All-In stets die gewinneinbringendste Lösung.                                                                          
                                                                                                                                                                                                                                   
Wann sollte man ALL-IN gehen?
Dies ist eine der schwersten Fragen mit der sich Pokerspieler zu befassen haben. Jeder Spieler hat andere Standards, nach denen er seine Hand bewertet. Für den Einen mag schon ein Pärchen genügen um All-In zu gehen, während ein Anderer diesen Move nur mit den "Nuts" (=bestmögliche Hand bei Berücksichtigung der Karten auf dem Tisch) wagt. In der Regel sollte ein All-In nur dann erfolgen, wenn man 1. weiß dass der Gegner mit einer schlechteren Hand als die eigene mitgeht
2. weiß dass der Gegner eine bessere Hand wegwirft (und dass er sie auch nur dann
wegwirft wenn man alle seine Chips setzt)
Nun ist natürlich die Frage wie kann man so etwas wirklich "wissen"? Natürlich ist es nie sicher, dass etwas genau so ist, wie man es einschätzt, doch man erreicht eine bessere Trefferquote, indem man stets konzentriert ist und den Handlungen am Tisch aufmerksam folgt. Ein gutes, d.h. gewinnbringendes All-In zu platzieren erfordert ein nötiges Maß an Informationen über den Gegner und die Fähigkeit "das Board (=Gemeinschaftskarten) zu lesen", das bedeutet sich darüber bewusst zu werden was der Gegner dem Board entsprechend haben könnte.
Natürlich bekommt mit der Erfahrung auch ein Gefühl für All-In Situationen und kann eine Entscheidung treffen ob ein All-In an der Stelle die beste Maßnahme ist oder nicht.


Das direkte ALL-IN
Das direkte All-In geschieht ohne jegliche Vorbereitung, beispielsweise durch Anfütterung des Pottes. Es kann sogar schon Preflop (also bevor die ersten drei Karten erscheinen) ausgeführt werden. Außer in späten Phasen eines Turniers ist es jedoch, egal ob mit einer guten oder schlechten Hand, ein wenig gewinnbringendes Mittel. Es kann jedoch auch nützlich sein, um den Gegner zu verwirren. Zu diesen Zwecken sollte der Move aber nicht zu oft eingesetzt werden.


Das gezogene ALL-IN
Man hat eine starke Hand geflopt und will sein ganzes Geld in den Pot bringen, das Problem ist jedoch, dass der Gegner mit einem direkten All-In verscheucht werden würde. Man muss ihn also irgendwie in den Pot "reinziehen". Man setzt also erstmal nur einen Teil seines Geldes, füttert den Pot somit an und macht es für den Gegner immer schwerer sich davon zu trennen. Auch in der Weiteren Bietrunde setzt man wieder (diesmal etwa doppelt so viel). Die Intention All-In zu gehen bleibt bis zur letzen Boardkarte bestehen und wenn der Gegner etwas hat (zumindest das Top-Pair müsste es in der Regel sein) wird man mit dem All-In auf dem River (=fünfte und letzte Karte) punkten können.


Der ALL-IN-BLUFF
Man geht All-In obwohl man weiß, dass der Gegner eine stärkere Hand hat. Man gibt jedoch vor eine noch stärkere Hand zu haben. In aller Regel muss man mit einem Bluff auch etwas repräsentieren, z.B. wenn auf dem Tisch 4,5,6,7 liegt, und man nur 2,10 auf der Hand hat, kann man eine Straße repräsentieren. Wenn man hier All-In geht sagt man seinem Gegner: "Ich habe eine 8!" (mit einer 3 wäre das Spiel wohl zu riskant - das weiß der Gegenüber auch). Man muss dabei jedoch bedenken, dass der Andere selber eine 8 haben könnte, oder einfach nicht gewillt ist den Bluff zu glauben und (z.B. mit seinen beiden Assen) mitgeht. Da das Risiko so groß ist (man investiert immerhin seine ganzen Chips mit nichts auf der Hand) lohnt sich der All-In-Bluff nur in extremen Situationen, wenn man von den Pot wirklich braucht und auch nur dann, wenn man die Hand nicht mehr anders gewinnen kann, d.h. wenn der Gegner eine starke Erhöhung mitgehen würde und nur im Falle eines All-Ins verschreckt würde. Der All-In-Bluff ist eine starke Waffe, die jedoch nur zum Erfolg führt, wenn sie gut dosiert ist. . .